„Das Schweigen wird gebrochen“ von Krimhilde Malinowski
Die Autorin erinnert sich nicht nur an ihre Kindheit im Nationalsozialismus. Sie wurde 1930 geboren und wuchs in einer Sinti-Familie auf. Fast genauso schlimm wie Deportation, Zwangssterilisation, Zwangsarbeit und die Schrecken des Naziterrors empfand sie die fragwürdigen "Segnungen" der BRD. So holte beispielsweise das Bayerische Landesentschädigungsamt als "sachkundige" Zeugenaussage Auskunft bei ihrer ehemaligen Nazi-Lehrerin ein und eine Begutachtung durch eine Medizinerkommission in Düsseldorf weckte alte Traumata. Mehr als vier Jahrzehnte wartet sie auf „Wiedergutmachung“. Erst nach Bildung des
Zentralrats der Sinti und Roma 1982 kommen die Dinge in Bewegung,zumindest ein wenig. Frau Malinowski erhält wenigstens lächerliche 14.000 Mark "Entschädigung" für ein Leid, welches ihr Leben geprägt hat.
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