Verband Deutscher Sinti und Roma
Landesverband Bayern e.V.
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Ministerrat billigt Staatsvertrag

Die Bayerische Staatsregierung hat auf der Sitzung des Ministerrats vom 12. Dezember 2017 den Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband Bayern beschlossen. Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger begrüßte den heutigen Beschluss der Staatsregierung als "wichtigen Schritt zur Umsetzung des Europäischen Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten." Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erklärte heute: „Neben der Schoah, dem Völkermord an den Juden, ist der Massenmord an den Sinti und Roma das zweite große genozidale Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands. Dieser Vertrag ist Ausdruck des Bewusstseins einer historisch-politischen Verantwortung, die in die Zukunft weist.“

Die in Bayern lebenden deutschen Sinti und Roma sind die einzige im Freistaat lebende "nationale Minderheit" im Sinne des oben zitierten Rahmenübereinkommens des Europarats, welches von der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1995 unterzeichnet wurde. Gegenstand des Rahmenübereinkommens sind u.a. Schutz der kulturellen Identität und die Förderung nationaler Minderheiten.

Zur heutigen Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei (dort unter Tagesordnungspunkt 7):

Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Nürnberger Rassengesetze“ am
15. September 2017

Am 15. September 2017 jährte sich die Verkündung der „Nürnberger Rassengesetze“ zum 82. mal Die „Nürnberger Rassengesetze“ wurden am 15. September 1935 während des 7. Reichsparteitags der NSDAP vom dazu eigens einberufenen und im damaligen Nürnberger Kulturvereinshaus am Frauentorgraben tagenden Reichstag erlassen. Das „Blutschutzgesetz“ verbot Eheschliessungen zwischen Juden und „Deutschblütigen“; das „Reichsbürgergesetz“ würdigte alle Menschen jüdischen Glaubens zu Staatsbürgern mit eingeschränkten Rechten herab. Auf direkte Anweisung von Reichsinnenminister Frick vom 3. Januar 1936 wurden Sinti und Roma ebenso den diskriminierenden Bestimmungen der „Nürnberger Gesetze“ unterworfen. Verbindungen zwischen Sinti/Roma und Nicht-Sinti/Roma wurden untersagt und unter Strafe gestellt. Zahlreiche Angehörige der Minderheit wurden in der Folgezeit wegen sogenannter „Rassenschande“ in Konzentrationslager deportiert.

Der Verband Deutscher Sinti und Roma - Landesverband Bayern hatte deshalb am Freitag, 15. September 2017 zum Gedenken am Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma (Ecke Frauentorgraben/Färbertor) eingeladen. Der 3. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Klemens Gsell und der Vorsitzende des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Erich Schneeberger, sprachen Worte des Gedenkens legten Kränze nieder.
Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger

Bürgermeister Dr. Klemens Gsell

Bürgermeister Dr. Klemens Gsell und Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger bei der Kranzniederlegung

Bürgermeister Dr. Gsell und Landesverbandsvorsitzender Schneeberger vor dem Mahnmal. Im Hintergrund: Teilnehmer der Gedenkveranstaltung, darunter Mitglieder des Nürnberger Stadtrates, der Kirchen und der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg.
Vorstände des Landesverbands vor dem Mahnmal: Von links nach rechts: Roberto Paskowski, Erich Schneeberger, Siegfried Heilig, Marcella Reinhardt.

Veranstaltung im Bayerischen Landtag am 7. April 2017:
"Sinti und Roma - zuhause in Bayern und Europa"

Zum ausführlichen Bericht auf der Homepage des Bayerischen Landtags:
www.bayern.landtag.de/aktuelles/veranstaltungen/gaeste-und-begegnungen/07042017-tag-der-sinti-und-roma


Herbert Püls (Ministerialdirektor, Kultusministerium), Barbara Lochbihler (Europaabgeorndete Bündnis 90/Die Grünen), Ulrike Gote (Landtagsvizepräsidentin), Erich Schneeberger (Vorsitzender Verbands Deutscher Sinti und Roma - LV Bayern)


Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote begrüßt die Gäste im Senatssaal des Bayerischen Landtags


Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger bei seinem Grußwort


Ministerialdirektor Herbert Püls (Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst) bei seinem Grußwort


Die Europaabgeordnete Barbara Lochbihler sprach in ihrem Impulsreferat zur "EU-Roma-Strategie und ihre Umsetzung in Bayern


Der aus einer Augsburger Sinti-Familie stammende Musiker Nico Franz (Violine) sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung


Gespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle am 28. März 2017

Am 28. März 2017 sprachen der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose und Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger in der Bayerischen Staatskanzlei mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle über die aktuelle Situation der als nationale Minderheit im Freistaat Bayern lebenden deutschen Sinti und Roma.

Ministerpräsident Horst Seehofer begrüßt Landesverbandsvorsitzenden Erich Schneeberger in der Bayerischen Staatskanzlei (Bildquelle: Bayerische Staatskanzlei)

von links nach rechts: Ministerpräsident Horst Seehofer, Kultusminister Ludwig Spaenle (verdeckt), Ministerialdirektor Herbert Püls (Kultusministerium), Landesverbandsvorsitzender Erich Schneeberger, Zentralratsvorsitzender Romani Rose (Bildquelle: Bayerische Staatskanzlei)

Münchner Bürgerrechts-Aktivistin Uta Horstmann wurde von Bundespräsident Joachim Gauck für ihre langjährige Arbeit mit Sinti und Roma mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt


Staatsministerin Emilia Müller überreicht Uta Horstmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Copyright Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
Pressemitteilung unseres Verbandes vom 13.01.2017

Trauer um Häns’che Weiss

Pressemitteilung unseres Verbandes vom 6.6.2016

Enthüllung des Mahnmals für die im KZ Flossenbürg ermordeten Sinti und Roma

Pressemitteilung unseres Verbandes vom 12.4.2016

Bayerische Regelung zum Erhalt der Grabstätten vom NS-Regime verfolgter Sinti und Roma

Pressemitteilung unseres Verbandes vom 11.3.2016
Link zur Veröffentlichung der Bayerischen Staatskanzlei


Wir sind umgezogen!

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Verband Deutscher Sinti und Roma
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Nordring 98a
90409 Nürnberg
Tel. 0911 / 99 28 793
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Email: sinti.bayern@nefkom.net 
 
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